Mann-o-mann, Mannheim
Shownotes
Anregende Autos, märchenhafte Möbelliebe und ein traumatischer Toilettengang. Anja Zimmermann berichtet wieder aus der Bahnhofsmission, der psychiatrischen Tagesklinik und der Wohnungslosenhilfe. Die Sozialarbeiterin erlebt täglich Geschichten zwischen Tragik, Tiefsinn und Totalabsurdität und navigiert durch bizarre Biografien, kuriose Krisen und vertrackte Verhaltensweisen. Und sie erklärt, warum geringelte Strumpfhosen tödlich sein können…
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00:00:01: Notaufnahme, die lustigsten Patientengeschichten.
00:00:16: Guten Tag!
00:00:17: Schön dass ihr mit euren Kopfhörer diesem Podcast hört oder vielleicht auch ohne Kopfhürer?
00:00:23: Alles ist möglich.
00:00:25: Ich bin Ralf Potsos und in diesem Podcast erzählen Mitarbeiter aus Krankenhäusern Arztpraxen oder Kliniken ihre lustigen Geschichten, die sie mit den Menschen erleben, die Sie behandeln Und bei mir ist Anja Zimmermann aus Mannheim.
00:00:37: Hallo Reif, schön nochmal hier zu sein.
00:00:39: Genau du warst schon mal da!
00:00:41: Du bist Sozialarbeiterin und wir haben einiges von dir gehört was so abgeht auf der Straße in den Kliniken in der Bahnhofsmission wo du eben tätig bist?
00:00:51: Du hast damals ein freiwilliges soziales Jahr gemacht bis dann Erzieherinnen geworden, hast deine Ausbildung gemacht Dann hast du auch das Sozial-Arbeits- und Sozialpädagogik Studium hinter dich gebracht Und dann bist du in die Psychiatrie gegangen Und das machst du jetzt schon seit fünfzehn Jahren.
00:01:08: Ja, das ist richtig!
00:01:10: Schon eine ganze Weile...
00:01:11: Wir haben ja schon einiges gehört und in der letzten Folge mit dir da gab es auch einen Patienten mit Hops.
00:01:15: Das klingt jetzt lustig aber ist gar nicht.
00:01:19: In der Tat, dass es gar nicht so lustig wie's klingt und zwar war der Mensch auf dem Bau tätig und er ist tatsächlich vom Baugerust gefallen auf den Kopf und das hat einfach das hier so durcheinander gebracht, dass er halt dauerhaft eine paranoide Schizophrenie hatte also Form von Psychose, der dann auch dachte dass er Mikros in den Boden leisten installiert hat und Angela Merkel ihn abhört.
00:01:42: Könnt ihr nochmal anhören in der anderen Folge mit dir?
00:01:45: Hopps heißt da noch mal genau was?
00:01:47: Chirrenorganisches Psychosyndrom
00:01:50: Und bei dem hattest du noch etwas erlebt zu Hause.
00:01:53: Ja das war erstmal wenig erwitzig.
00:01:56: Da ist mir mal kurz unheftig das Adrenalin geschossen.
00:01:59: Das ist einfach immer so ein bisschen die Thematik.
00:02:01: Auch wenn man zu Menschen nach Hause geht ist man da alleine Mit dem Menschen, was in der Regel kein Problem ist, aber manchmal kann das zu skurrilen oder auch mal sehr unangenehme Situationen führen.
00:02:13: Und im Falle von diesen Menschen mit dem Hops – also er hat ganz, ganz wenig Realitätsbezug nur gehabt und das kann man dann auch ein bisschen schwer einschätzen wie Leute unterwegs sind.
00:02:24: Auf jeden Fall hatte er in seiner Wohnung eine relativ niedrige Couch, auf der ich dann in der Regel auch saß.
00:02:29: Wenn ich dort war so auch an diesen Tage... Ich versuchte irgendwie auf einem ganz basalen Level mit ihm in die Kommunikation zu kommen und war an dem Tag auch schwierig.
00:02:37: Irgendwann stand dieser Typ auf und dem hat man schon auch den Bauarbeiter noch angemerkt.
00:02:42: Sehr groß, sehr breitschuldrig!
00:02:44: Und auf jeden Fall stand er ja plötzlich dann vor der Couch von mir um begannen sich den Gürtel aufzumachen die Hosenknöpfe auf zu machen und in dem Moment habe ich wirklich gespürt wie mir das Blut aus dem Gesicht läuft weil ich saß auch in so einer ungünstigen Position dass ich ziemlich verloren hätte wenn da jetzt wirklich was für mich gewollte.
00:03:02: Aber eigentlich wollte der nur aufs Klo, er hat mal ein bisschen zu früh angefangen seine Hose aufzumachen.
00:03:07: Er lief dann noch weiter und verschwand bald!
00:03:10: Und ich saß da und war dankbar über die kurze Pause wo er weg war dass ich mal wieder meine Luft bekomme.
00:03:16: Das sind diese kurzen Momente das sind ja schon mehr als nur Schreckmomente.
00:03:20: Fett hat dir deine eigene Erfahrung da geholfen.
00:03:22: das hast du in der letzten Folge gesagt dass Menschen mit starken Psychosen jetzt nicht per se gewalttätiger sind als Menschen, die das nicht haben.
00:03:29: Genau!
00:03:29: Da gibt es Studien dazu, dass so ein Vatatsache ist, dass sich heute schon Menschen nicht häufiger übergriffig sind, egal jetzt auf welcher Ebene – also ist der Durchschnitt der normalen Bevölkerung – sie sind nur gruselicherweise mehr auffallen und nicht so gut einschätzbar sind natürlich für ihre Mitmenschen.
00:03:44: Ich freue mich auf eine neue Folge mit dir und wir reden heute über die Mehrjungfrau, über Autos, die besonders anregend sind.
00:03:52: Geringelte Strumpfhosen können Aggressionen auslösen.
00:03:56: Ja, genau!
00:03:57: Also das heißt und Pipi Langstrumpf Kinderbuch?
00:04:00: Gefährlich!
00:04:01: Für manche Menschen ja...
00:04:02: Dann erzähl mir doch mal, was es mit der geringelten Strumpfhose auf sich hatte.
00:04:06: Ja und zwar war das eine Klientin.
00:04:09: Man muss dazu sagen sie kam nicht aus Deutschland die hat auch Kriegserfahrungen gemacht also auch ziemlich traumatisiert.
00:04:16: aber da war auch irgendwas psychotisches im Hintergrund.
00:04:18: das konnte man zu der Zeit noch gar nicht so klar und genau definieren.
00:04:22: ja und auf jeden Fall war das so dass Matja natürlich auch Arbeits Maßnahmen für die Leute, Beschäftigungsmaßnahmen für die Patienten.
00:04:30: Und das war eben in der Holzwerkstatt als sie da gerade zugange war und ich hatte an dem Tag... Ich bin so ein bisschen independent Mensch!
00:04:36: Ich habe auch gerne mal meine geringelten Strumpfhosen an wie auch an diesem Tag.
00:04:40: Ich hatte einfach so einen knielangen Rock an und schwarz-weißgeringelte strumpf Hosen.
00:04:44: Und ich kam in diese Holzwerkstadt und die Frau sah mich unbekannt komplett ausreißt.
00:04:48: Die hat sich den Schraubenzieher geschnappt und wollte auch nicht losgehen.
00:04:50: Ich weiß bis heute nicht warum.
00:04:52: Ich hab keine Ahnung Was der Trigger war.
00:04:55: Das
00:04:55: war sonst nie, sie war immer friedlich und lieb zu dir.
00:04:58: Wir konnten gut miteinander bis zu diesem Zeitpunkt!
00:05:00: Sie hat da nur irgendwas gebrüllt wo auch das Wort Strumpfhose drin vorkam.
00:05:04: also es war ganz klar dass der Auslöse für das ganze dieses strumpf Hose war.
00:05:08: aber ich könnte dir bis heute nicht sagen was ihr da so getriggert habt.
00:05:11: Und wie ging das denn gut aus, wenn die schon mit dem Schraubenzieher bewaffnet?
00:05:14: Mit schreien und schnell auf
00:05:16: dich zustürmen.
00:05:17: Das nicht schnell war in dem Moment tatsächlich das Glück.
00:05:20: im ersten Moment Standzieh noch schreiend da!
00:05:23: Es waren auch andere Leute im Raum, die dann einfach dazwischen gegangen sind.
00:05:29: Man muss als Sozialarbeiter in diesem Job teilweise sehr schnelle Entscheidungen treffen, wie man handelt.
00:05:33: Für mich war klar ich musste jetzt den Trigger... entfernen, sprich ich bin dann einfach mal kurz vor die Tür gegangen.
00:05:39: Ich habe die Tür noch ein bisschen offen gelassen dass sich mitbekommen was drinnen passiert.
00:05:42: also ich wollte jetzt natürlich auch...
00:05:44: Hörst du ob da alle abgestochen werden zum
00:05:45: Beispiel?
00:05:46: Ja ja genau!
00:05:46: Also ich wollte da jetzt natürlich nicht
00:05:49: mehr rein oder so, ich komme am nächsten Mittag wieder.
00:05:51: Ich mach nochmal jetzt Kaffeepause, ich komm ja später wieder.
00:05:56: Aber in dem Moment war das tatsächlich auch das Einzige was möglich war und Die ist dann aber auch so weiter abgerutscht in die Psychose, dass sie für uns auch... Also die musste letztlich auch stationär irgendwann mal geschickt werden.
00:06:08: Weil das hatte einfach keinen doch mehr dann.
00:06:09: Aber ja geringelte Stromphosen scheinen auch für manche Menschen Trigger zu sein.
00:06:13: Man weiß es halt vorher auch nicht.
00:06:15: Das kann
00:06:15: ja am Ende alles sein!
00:06:17: Das ist ja das Kuriosen, ne?
00:06:19: Psychose ist schon sehr, sehr bunt in der Tat.
00:06:21: Habe ich auch schon in der letzten Folge gesagt Es ist einfach ... Die Wahrnehmung ist halt einfach eine komplett verschiedene und damit dann auch die Realität.
00:06:27: Bleiben wir doch jetzt ein bisschen bei Farben noch, finde
00:06:30: ich.
00:06:31: Das stimmt!
00:06:32: Zu Farben habe ich auch eine sehr niedliche Geschichte und zwar war das auch noch zu Tagesklinikzeiten.
00:06:36: Teilweise haben mir Menschen in klar wahr, dass sie einfach chronisch schwer krank sind also dass ein Psychose nicht nur einmaliges erleben ist sondern dass jemand da wirklich drin feststeckt Oder wenn jemand ganz, ganz schwer psychosomatisch erkrankt war.
00:06:48: Da hat man tatsächlich auch noch die Möglichkeit, die Leute ein bisschen nachzubetreuen über ja auch verschiedene Zeiträume mal kürzer, mal länger je nachdem was dann immer bewilligt worden ist von der Kassel.
00:06:58: und jetzt haben wir da einen älteren Patienten, der schon unglaublich lange im Betreuung bei der Tagesklinik war.
00:07:04: Der war vor allem beim Chef, beim Psychiater immer wieder zu Gesprächen aber so einmal im Jahr war dann auch mein Job mal zu fragen ob alles rund läuft.
00:07:11: Der lebte bei seiner Mama, die war zu der Zeit schon über neunzig und hat sich um ihn gekümmert.
00:07:16: Weil er auch wirklich ganz weit weg von der Realität tatsächlich war.
00:07:19: Und dann hatte der noch eine andere Eigenheit was er dann auch durchaus sehr offen erzählt hat.
00:07:25: immer wenn er aus dem Fenster geguckt hat bei sich Zuhause und gesehen hat das in seiner Straße ein roter BMW fährt oder parkt musste er zwängig unernieren.
00:07:36: Da kann man auch nichts machen, das ist dann einfach so scheiße.
00:07:38: Egal wo du gerade bist... Ja ja da war
00:07:40: der ganz offen damit!
00:07:41: Ich kenne Fernsehserie wo einer im Roten BMW fährt.
00:07:46: Auf einmal ist es ein Porno.
00:07:50: Das liegt doch immer auch selber im Auge des Betrachters ne?
00:07:53: Es gibt ja auch Fetische die verschieden sind.
00:07:54: Okay
00:07:54: also ich glaube so viele fahren aber zum Glück nicht in rotem BMW.
00:07:59: Ich meine stell dir mal vor es ist ein Silbernis oder graues Auto.. Dann hat er in Deutschland aber Also, da tun ja auch die Hände irgendwann weh und alles.
00:08:07: Ja!
00:08:08: Immerhin wird's auch wohl nicht schön.
00:08:10: Auf jeden Fall.
00:08:11: Wenigstens ist es das gewesen...
00:08:13: In the dirt.
00:08:14: Ja, man muss aber auch dazu sagen dass Sexualität direkt oder indirekt auch im Sozialarbeiterjob immer wieder mal ein Thema ist.
00:08:21: Ich hatte zum Beispiel auch das fand ich auch sehr sehr skurril Mal psychotischen Klienten eben auch wieder ambulant betreut Wieder mit eigenem Haus Das hatte ich in der letzten Folge auch schonmal gesagt dass irgendwie komischerweise Krasser die Psychose des du wahrscheinlich er ist es dass ein Mensch an haus besitzt, zumindest meine Erfahrung.
00:08:36: Vielleicht
00:08:37: muss man das mal untersuchen.
00:08:38: Oder Es liegt vielleicht auch daran Dass es in Häusern im Keller oder auch im Erdgeschoss Radon gibt.
00:08:47: Radon kann durch risse und undichte Stellen ins Wohngebäude gelangen, wenn man dann halt immer damit Berührung hat, ist das nicht so gesund!
00:08:58: zur Reduzierung der Belastung sollte jedes Mal regelmäßig alles gelüftet werden, also vor allem die Keller und da meistens ja alle immer nur die Fenster zu.
00:09:07: Aber auch das Erdgeschoss natürlich und untichte Stellen im Boden oder dem Mauerwerk müssen unbedingt abgedichtet werden.
00:09:14: Und man kann sogar Menschen holen, Experten holen die dann mit Messungen gucken wie ist denn die Radonstrahlung überhaupt?
00:09:23: Hm, das heißt wenn die Psychosen auslesen könnte wäre wirklich die Frage Henne oder Ei.
00:09:29: Was war denn zuerst?
00:09:29: Die hat eine aktive
00:09:30: Gefahr aus dem Keller und wenn du immer sagst dass Menschen die immer irgendwie im Haus wohnen sind so deine Erfahrungen dass da viele dabei sind mit Psychosen dann hocken sie halt immer im Erdgeschoss und wer weiß der ist die Tischschwindesplatte im Keller Der Kicker und am Ende is Radon der Auslöser.
00:09:47: Boah schöne Verschwörungstheorie hier rein
00:09:53: Sehr schön.
00:09:54: Wobei der Patient, um den es mir gerade geht, der hat gar keine Verschwörungstheorie mehr gebraucht.
00:09:58: Der war auch sehr weit von der Realität wegverortet.
00:10:02: Ich war auch jemanden, der nicht unbedingt das mit der Körperpflege so gut drauf hatte und der aber auch von seiner ganzen Art her war er ganz schwierig tatsächlich... Und der hatte auch ziemlich viel Zeit bewilligt bekommen, wo ich da auch bei ihm war.
00:10:17: Das habe ich auch zusammen mit einem Kollegen gemacht.
00:10:19: Das wäre auch nie anders gegangen in dem Fall tatsächlich.
00:10:21: Also getrennt voneinander jeder von uns hätte da einen Termin die Woche.
00:10:25: Ja und bei dem war es dann so in der Zeit, wo Ich da war hat er immer mal eine kurze Pause gebraucht, wo er sich hinlegen wollte was ja grundsätzlich okay ist ... war ein bisschen anstrengend, dass er mich dafür wirklich aus dem Haus geborfen hat.
00:10:37: Schade!
00:10:38: Also ich dürfte da auch... Minus
00:10:39: fünf Grad?
00:10:40: Sorry, ich muss mich mal kurz... ...fünfundvierzig Minuten hinlegen.
00:10:43: Gott sei Dank haben ihm zehn bis fünfzehn Minuten gereicht aber im Zweifel bei minus fünf Grad in der Tat.
00:10:49: Ich habe da schon ein paar Mal die Kreaten abgefroren.
00:10:51: Wobei zu der Zeit das war auch wieder in einem Pfälzer-Örtchen, da war ich mit dem Auto unterwegs.
00:10:54: Weil ich war ja nicht mehr ganz weit ins Auto gesetzt.
00:10:57: Aber auf jeden Fall ist mir dann irgendwann mal Einfach, weil ich ein bisschen zu früh wieder da war aufgefallen.
00:11:02: Wozu er diese Pause nutzt?
00:11:05: Nämlich tatsächlich auch um sich fröhlich einen runterzuholen und ich kam dann halt einfach mal an Tanken zu früh rein.
00:11:10: Er guckte mich an, runzelte die Stirn, packte die Decke drüber, machte weiter und ich dachte, oh!
00:11:15: Ich glaub, ich geh noch mal
00:11:17: um.
00:11:17: Nein... Doch
00:11:22: Man sieht das schon manchmal, die wollte man so im Detail nicht sehen.
00:11:26: Vielleicht hattest du auch einfach deinen roten Bmw zu nah am Fenster geparkt?
00:11:32: Das wär's gewesen sein!
00:11:34: Verdammt!
00:11:37: Ja, das war spannend auf jeden Fall.
00:11:39: Er hatte die Runde um den Block, die war dann auch gerade richtig.
00:11:41: danach war wieder alles okay.
00:11:43: er hat das Mensch ärger dich nicht spiel auch gebaut und gesagt jetzt spielen wir Menschen ärgere ich nicht.
00:11:48: Du bewegst dich ja nun permanent in verschiedenen Realitäten.
00:11:52: Also du hast die eigene Realität, die ich sage jetzt mal wahrscheinlich richtige Realität aber du hast ganze Zeit und den ganzen Tag mit verschiedenen Wahrnehmungen verschiedener Menschen die auch eben in verschiedenen realitäten leben zu tun.
00:12:06: ist es dann nicht so dass du dann auch irgendwie mal die eine oder andere Stimme hörst oder auch mal hier unter zweifelst?
00:12:12: Oder wie is das wenn man permanent einfach immer nur mit diesen verschobenen Gedanken und Realitäten konfrontiert wird.
00:12:20: Ich glaube im Gegenteil, dass einem das noch sehr viel fester in der eigenen Realitätswahrnehmung macht.
00:12:24: Weil ich meine unterm Strich interpretiert jeder Einzelne von uns seine Realität selbst.
00:12:28: Ja, wo ich
00:12:28: das auch vorsichtig formuliert möglichst, ja?
00:12:31: Ja!
00:12:32: Realität liegt immer im Auge des Betrachtes aber ich habe eher das Gefühl, dass es nochmal deutlich mehr erdet.
00:12:37: also der Job ist ein unglaublich pragmatischer Job und ich finde immer pragmatismus hilft sehr was den realitätsbezug betrifft Definitiv.
00:12:45: Und man muss auch dazu sagen, es sind ja nicht nur Menschen mit Psychosen, die ich arbeite.
00:12:49: Tatsächlich sind es fast mehr Menschen, die aus dem psychosomatischen Bereich kommen.
00:12:54: Das heißt Traumafolgestörung, das heißt Depressionen, Essstörungen, also Zwangsstörungen und Angststörung alles was da der ICD-X, also die Klassifikation der Erkrankungen zu bieten hat.
00:13:06: Die Psychose sind da jetzt nicht der größte Anteil.
00:13:09: Sie sind ein deutlicher Anteil und natürlich auch der schrägste!
00:13:12: im ersten Moment.
00:13:14: Aber ja, es ist Gott sei Dank zwischendrin auch immer mal wieder ein bisschen mehr hier und jetzt.
00:13:18: Dennoch ist Anja einfach auch im Multiversum zu Hause und da arrangiert sie sich klasse mit!
00:13:24: Und jetzt kannst du dir mal erzählen was hat das mit der Mehrjungfrau auf sich?
00:13:28: Das war also eine bezaubernde Geschichte die auch tatsächlich unserem stellvertretenden Chef in der Tagesklinik passiert ist und zwar hatte der noch Nachtdienst in unserer Hauptklinik geleistet.
00:13:39: Der war bei uns nur zu siebzig Prozent, glaube ich.
00:13:41: Wir hatten ja jeden Morgen eine Teamsitzung in dieser Tagesklinika und manchmal ist er halt auch direkt aus dem Nachtdienste in diese Teamsitzungen dann gekommen.
00:13:49: Und so auch eines Morgens ... Er war irgendein gut gelaunter Mensch aber an dem Morgen hätte irgendwie das Grinsen überhaupt nicht ausm Gesicht bekommen.
00:13:56: Und zwar war es so dass er eben die Nachbereitschaft in der Klinik hatte und dass irgendwann mal der Rettungswagen kam unglaublich betrunkenen Menschen da brachte.
00:14:06: Also der hat sich wirklich halb ins Koma gesoffen an dem Abend.
00:14:11: und es ist natürlich auch so, wenn jemand sich so massiv alkoholisiert, irgendwann mal geht das ja durchaus auch in Warenvorstellungen.
00:14:18: dieser Spruch mit den weißem Mäuschen, der kommt nicht ganz für ume.
00:14:21: Und auf jeden Fall war das dann wohl so, dass die Rettung gerufen wurde.
00:14:26: Dort eintraf und dieser Patient, dieser zukünftige Patient in dem Moment noch sich komplett beigerte mit den Sanis die Wohnung zu verlassen wenn seine Liebste nicht mitgehen darf.
00:14:37: Ja es stellte sich dann raus, dass diese liebste von der Ersprach der unteren Teil seines Wohnzimmertischs war und zwar war das eine Mehrjungsrauf!
00:14:49: Er hat sich mit Händen und Füßen gewährte, abtransportiert zu werden ohne diese Mehrjungfrau.
00:15:01: Und ich fand die Sannis in dem Moment sehr cool, die dann einfach irgendwann mal gesagt haben... Jo, dann kommt die Mehrjungfrau jetzt halt einfach mit.
00:15:09: Ohne entsprechend kam deinem Krankenhaushalt der Patient zusammen mit der Mehrjung-Frau bei meinem stellvertretenden Chef an, der auch erst mal sehr, sehr irritiert war und deinen nächsten Schritt sehr erheitern fand.
00:15:20: und vor allem muss es toll gewesen sein am nächsten Tag als dieser Patient langsam ausgenüchtert ist und sich dann wirklich dringlichst fragte, warum in aller Dreithäufelsnamen die Hälfte seines Wohnzimmertischs mit ihm im Raum ist.
00:15:31: Da wäre ich gerne dabei gewesen in diesem Moment der Erkänzung.
00:15:34: Schön dass die Sanis das gemacht haben weil es ja auch sehr schwer klingt.
00:15:38: Definitiv.
00:15:39: also ihr könnt mir nicht vorstellen, dass das Ding leicht war aber ich glaube trotz allem hat's den Sanis... Also ich glaub es war weniger Umstand dieses Teil mitzunehmen als den Patienten ihn irgendwie weiterhin im Notfall dann auch fixieren zu müssen, wenn er so gar nicht mit will.
00:15:53: Und trotzdem aber so betrunken ist das nicht mehr für seine Sicherheit.
00:15:56: Stellt mir mal vor wie er sein Wohnzimmer-Tischo ganz herzlich um Abend hat und so?
00:16:01: Ja absolut!
00:16:03: Das war auch Tatsache.
00:16:04: Also das musste dann auch neben der Liege hergetragen werden, dass er die Hand auf dieser Mehrungsfrau haben konnte.
00:16:10: Rostes Kino.
00:16:13: Ja ja... Ganz toll ist zusammen mit meiner besten Freundin passiert.
00:16:18: Und zwar, meine beste Freundin ist auch Sozialarbeiterin und irgendwann haben wir es tatsächlich geschafft im gleichen Laden zu arbeiten.
00:16:24: Das war prima!
00:16:24: Also das war tatsächlich eine Maßnahme für Langzeitarbeitslose mit sogenannten Multiplen-Vermittlungshemmissen.
00:16:31: Das heißt bei denen ging's gar nicht darum nach Arbeit für sie zu finden sondern da ging's drum... dass es den Leuten so schlecht gingen oder so desolat waren, dass da gar nicht in Frage kam, Arbeiten zu gehen, sondern das ist darum ging die überhaupt erst mal soweit zu stabilisieren.
00:16:44: Also teilweise auch wohnungslose, teilweise eben auch psychisch kranke Menschen.
00:16:48: Das war der Fall mit den geringen Strumpfhosen, der war tatsächlich auch in diesen Tätigkeitsfeld.
00:16:53: Weil wir da eine Beschäftigungsmaßnahme drin hatten.
00:16:56: aber wie gesagt primär ging es darum erstmal ganz viele Probleme zu lösen und dann hatte ich tatsächlich ne Klientin.
00:17:03: also in dem Arbeitsfeld hat man das Klient genannt nicht Patient weil dann jeder krank war war dann eine der Klientinnen, die ich hatte.
00:17:10: Wir haben uns das ein bisschen aufgeteilt, wer für wen zuständig ist.
00:17:13: Das war ne sehr junge Frau, die auch ja so n bisschen sterbender Schwan waren, was mal so.
00:17:20: Also da war immer ganz viel Drama, ganz viel ... Ich kann nicht!
00:17:24: Das is zu schwierig.
00:17:26: Und zwar auf einem Niveau, wo es aber eigentlich klar war, dass das jetzt weniger mit der Erkrankung zu tun hat, mit einer etwaigen Angststörung oder Panikstörung.
00:17:34: Sondern das sei einfach auch ganz viel Faulheit und Unlust mit dabei war.
00:17:38: Das macht es natürlich auch ziemlich anstrengend, mit so Leuten zu arbeiten weil man da auch relativ wenig rankommt, weil sie halt in der Dauerschonhaltung sind.
00:17:46: Genau und auf jeden Fall war's dann irgendwann mal Wochenende um meine Freundin und ich habe beschlossen dass wir eben hier im Mannheim abends weggehen auf eine Goa-Party.
00:17:54: tatsächlich wenn mir ein relativ großen Club, der einfach mehrere Räume, mehrere Floors hat das war ne Goa Party an dem Argen wird uns also auch ein bisschen angepünselt und war dann auf dieser Partie dann angekommen und sind dann so ein bisschen rumgelaufen.
00:18:07: Und man muss dazu sagen, Freitas Morgens hatte sich diese Gentin mal wieder abgemeldet.
00:18:12: Sie können nicht die sozialen Ängste sein wie das so stark sie kann sich mit Menschen konfrontieren.
00:18:17: Ja auch raten wir auf dieser Goa-Party über den Weg.
00:18:20: Auf dem Dancefloor!
00:18:21: Mit Armen nach oben!
00:18:22: Wie
00:18:24: richtig!
00:18:25: Wo ist die Box?
00:18:25: Ich will darauf.
00:18:26: Und auf jeden Fall standen wir beide dann schmunzeln da und haben einfach mal einen Moment gewartet bis sie uns sieht, man hat trotz des dunklen Diskoraums wirklich gesehen wie der Frau alles Blut aus dem Gesicht gelaufen ist.
00:18:40: Die hatte wirklich nicht damit gerechnet natürlich dass wir da sind und es war den Rest des Amts völlig egal wo meine Freundin und ich in diesem Club waren.
00:18:47: Sie war woanders.
00:18:49: Sie wurde komischerweise auch nie wieder in dieser Maßnahme gesehen.
00:18:52: Ach so, keine ganzen Maßnahmen nicht mehr.
00:18:54: Nee!
00:18:55: Die ist nicht mehr gekommen, die ist nie mehr auftaucht.
00:18:57: Ich glaube das war ihr dann tatsächlich zu peinlich.
00:19:00: Da hätte es aber auch erstmal ein paar Fragen beantworten müssen, die relativ unbequem geworden wären und darauf glaube ich hatte sie auch nicht wirklich viel Lust.
00:19:07: Das musste sie dann halt beim Jobcenter klären dass sie die Maßnahme abgebrochen hat, aber das ist dann tatsächlich nicht mehr unser Thema gewesen.
00:19:13: Das ist wirklich... In diesem Arbeitsfeld ist es wirklich bunt.
00:19:17: Da hat man immer mal wieder seine Momente zum Lachen, zum Schmunzeln oder auch mal zum Stirnrunzen tatsächlich.
00:19:22: Wobei ich jetzt eben nicht wie du ja schon gesagt hast als Sozialarbeiterin angefangen habe sondern eben auch noch FSJ gemacht hab und noch eine Erzieherausbildung gemacht hat.
00:19:31: Und da gibt's natürlich auch immer wieder interessante Begegnungen, die man da hat Und manchmal sind ja auch Bereiche fließen, gerade wenn man jetzt im FSJ viel in der Seniorenarbeit tätig ist.
00:19:41: Da hat man immer wieder mit demenziellen Erkrankungen zu tun, wo dann auch die Wahrnehmung mal durchaus verschoben als Gedächtnisleistung nicht mehr da ist und so weiter und sofort.
00:19:50: Ich hatte eine schöne Situation im freiwilligen sozialen Jahr tatsächlich.
00:19:53: Ich war im ambulanten Dienst das heißt auch da bin ich zu den Leuten nach Hause gegangen, da ging es mir um Einkaufshilfe ein bisschen sauber machen bis hin Gesellschaft leisten Und mir war tatsächlich morgens der erste Termin ausgefallen, den ich eigentlich gehabt hätte.
00:20:06: Ich belette sich noch mit Schlafanzucht bei mir am Tisch gesessen und mit meinem Kaffee in der Hand.
00:20:10: als das Telefon klingelte um ein Chefvater an und ohne große Einleitung sagte er zu mir ja oder nein?
00:20:17: Eigentlich kann in dem Moment die Antwort nur lauten Nein!
00:20:19: Auf jeden Fall Mhm,
00:20:21: genau.
00:20:22: Er fragte noch ein paar Mal nach.
00:20:23: ich blieb sehr konsequent bei meinem Nein bis er irgendwann mal sagte na hast du Glück gehabt?
00:20:27: und ich sag okay warum?
00:20:28: Also ja muss jetzt sie wie heran?
00:20:30: eine unserer dementenden Damen aus dem betreuten Wohnen hatte nämlich in dieser Nacht beschlossen dass die weiß als Wandfarbe jetzt wirklich wirklich langweilig findet und braun viel cooler ist und das hat sich mit ihrem eigenen Kot hier gestellt.
00:20:41: Ja ich habe es befürchtet.
00:20:42: warum immer das?
00:20:44: Weil es wahrscheinlich das Einzige ist, was zur Hand ist.
00:20:47: Ich hatte extrem tiefes Mitgefühl mit diesen Zivildienstleisten.
00:20:51: Bis zu dem Moment wurde dir vorgestellt, dass du gerade ordentlich da am Rumschrubben bist?
00:20:55: Das war der Punkt!
00:20:56: Er hat mir Leid getan aber ich habe mich für mich extrem gefreut und
00:20:59: der Schlafanzug blieb an.
00:21:01: Ja richtig, er bliebe noch ein Weichen an und der Kaffee schmeckte gleich doppelt so gut.
00:21:05: Hat die Zivil noch irgendwas
00:21:06: gesagt?!
00:21:07: Nein, tatsächlich.
00:21:08: Mit dem hatte ich auch keine Begegnungen in diesem Sinne dadurch dass wir beide im mobilen unterwegs waren wo man normalerweise alleine ist im mobilendienst.
00:21:16: Dadurch konnte ich ihn nicht mehr dafür ärgern und er konnte mich nicht mehr dazu nehmen und schütteln.
00:21:21: warum hast du nicht ja gesagt?
00:21:24: Ja das auf jeden fall auch eine der niedlichere geschichten
00:21:27: Der niedlicheren geschichten.
00:21:28: also da muss man halt diese abstufung machen.
00:21:30: Also
00:21:30: für mich Für mich in der Tat.
00:21:34: Ich hatte jetzt gerade auch sehr an die Frau gedacht, weil das war eine ganz, ganz niedliche alte Dame, wo muss man dazu sagen?
00:21:38: Und dann hatte ich noch eine Situation, wo ich mal quets an meiner Realitätswahrnehmung gezweifelt habe.
00:21:45: Zwar war das ... In der Ärzteausbildung.
00:21:47: da hab' ich mein Anerkennungsjahr im Kinderheim gemacht was auch immer sehr, sehr bunt ist.
00:21:51: und da gab's dann die Situation dass ich da grad im Büro dabei war ein Bericht zu tippen als ein Kind aus der Gruppe in der Tür stand um mir für mich zu brüllte, da liegen Babys im Kühlschrank.
00:22:04: Da ist mir aber kurz die Meme gelässt ich so was!
00:22:06: Und alles ist möglich.
00:22:07: leider?
00:22:08: Alles ist immer zu jeder Zeit in jeder Version möglich.
00:22:11: In der Tat hatte das Kind auch recht mehr oder minder... Ich bin dann tatsächlich aufgestanden und bin zum Kühl schrank gegangen.
00:22:18: In dem Fall waren es aber keine Menschenbabys sondern Hühnerembryonen.
00:22:22: Ich hatte dann einen dringenden Verdachte, rief mal kurz einen Namen.
00:22:26: Wir hatten eine vietnamesische Jugendliche auf der Gruppe die diese Hühner-Embryone einfach sehr gerne zum Abendessen verspeist hätte.
00:22:33: Die lagen dann so offen in dieser Plastikschale im Hühlschrank rum und ich konnte auch tatsächlich nicht umhin zu sagen meine liebe Lebensmittelhygienis eins edelgeführ ist was anderes.
00:22:43: Geh doch bitte zu Freund und koch das da!
00:22:46: Hat sie dann auch gemacht in Ermangelung an Alternativen.
00:22:50: Aber das war ein sehr, sehr skurriler Moment auch wenn da plötzlich
00:22:54: Hühnchenembrie... Wie viele waren?
00:22:55: Das sieht dann ja auch echt gruselig aus!
00:22:57: Ah, das war halt so eine was weiß ich, ne?
00:22:58: Fünfzehn auf fünfzehn oder zwanzig Zentimeter Tupperschüssel, die halt halb voll mit diesen Tierchen warne.
00:23:04: Also ich hab einen robusten Magen aber da bin ich schon ein bisschen nach meiner Grenze gekommen.
00:23:08: Auch die Vorstellung sowas dann auch freiwillig zu essen.
00:23:11: Ne, da war ich dann auch raus.
00:23:13: Und jetzt haben wir zum Schluss noch was ganz Süßes, wie ich finde.
00:23:18: Das ist auf jeden Fall eine sehr, sehr süße Geschichte und zwar war das auch im Kinderheim mit diesem Anerkennungsserf von der Erzieherausbildung.
00:23:25: Da hatten wir unter anderem neunjähriges Mädchen und sie war so ein bisschen der Typ Prinzessin, also sehr wehleidig.
00:23:32: Sehr, sehr ... Ja, ein bisschen etepätet, sehr anschmiegsam.
00:23:38: Aber vor allem einfach auch immer relativ schnell wütend auf irgendwas wo man sich fragte was ist denn jetzt gerade das Drama dabei?
00:23:44: Und wir hatten einen achtjährigen Jungen mit einem ADHS.
00:23:49: Sehr intelligenter Junge, der aber auch ganz oft Ärger gesucht hat.
00:23:54: Und zwischen ihm und ihr hatt das permanent richtig, richtig geknallt.
00:23:58: Die hatten sie ja ganz auf ganz, ganz heftig in der Wolle!
00:24:01: Und eines Morgens war es dann so dass Sie aus dem Bad gestürmt kam meinte So und so hat gesagt ich soll mir Zahnpasta auf die Schuhe machen also genau dieser Junge mit dem sich gerne angelegt hat und umgekehrt.
00:24:16: Der Burschel kam direkt hinterher, geflitzt und brüllte durch seine Zahnlücke.
00:24:21: Es hat nicht gesagt macht Zahmpasta auf die Sue!
00:24:25: Es habt gesagt macht die Zahmpasta
00:24:27: zu!".
00:24:30: Ja, bodengelegen verlachen
00:24:32: das war so.
00:24:32: Und recht hat er sonst trocknet das irgendwann aus?
00:24:35: Richtig absolut
00:24:37: absolut genau
00:24:39: sehr schön.
00:24:41: Sozialarbeiterin Anja Zimmermann aus Mannheim.
00:24:44: Vielen, vielen Dank für deine weiteren Geschichten.
00:24:47: Hört euch auch gerne mal die andere Folge an, die es mit dir schon gibt.
00:24:51: Findet ihr zum Beispiel wieder Notaufnahme und Anja eingebt in eurer Lieblings-Podcast App?
00:24:57: Dann sollte die Folge sofort kommen!
00:24:59: Klasse ich habe heute wieder viel gelernt, viel gelacht und ich sehe rote BMWs mit ganz anderen Augen.
00:25:07: Ja, schön.
00:25:07: Vielen Dank, dass ich noch mal zu mir komme.
00:25:09: Und wer dann vielleicht die alte Serie Die Fälle des Harry Fox gucken mag im Original Crazy Like a Fox?
00:25:16: Das gibt's schon seit über zwanzig Jahren nirgendwo mehr in.
00:25:19: Nicht im Streaming nicht auf DVD Blu-ray und auch so im Linearen TV keine Chance aber auf YouTube haben das einige immer mal wieder hochgeladen.
00:25:28: da gibt es diese Kultserie die humorvoll ist und der Sohn damit spielt er als Anwalt wird immer in verrückte Fälle seines Privatdetektiv-Pappers getrieben.
00:25:39: Der fährt einen roten BMW und deswegen macht dieses Auto eben natürlich auch ab und zu mit.
00:25:43: ich musste irgendwie vorhin gleich daran denken, weil sonst erinnere ich gar nicht so viele rote BMWs.
00:25:48: Ich hoffe wirklich sehr für diesen Patienten dass er diese Serie nicht kennt!
00:25:51: Nein
00:25:51: das ist doch schwer zu gucken muss man dazu sagen.
00:25:54: Notaufnahme könnt ihr auf allen Podcastplattformen hören, natürlich auch bei Podcastedit, Podimo und Radio.net.
00:26:01: Ich bin Ralph Potsus und ich freue mich wenn ihr diesen Podcast abonniert und weiter empfehlt, liked und natürlich wieder hört!
00:26:07: Und mehr Notaufnahmen gibt es dann auch zum Lesen.
00:26:09: Das Buch zum Podcast gibt's überall wo es Bücher gibt Auch direkt mit dem Link in den Shownotes dieser Podcastfolge.
00:26:15: Bis zum nächsten Mal
00:26:24: Ihr seid
00:26:24: Ärztin,
00:26:25: Arzt oder Arzthelfer?
00:26:27: Ihr arbeitet im Gesundheitswesen.
00:26:29: Ihr habt auch unterhaltsame Geschichten mit Patienten erlebt!
00:26:32: Dann schreibt uns gerne an notaufnahmeetpodever.de Und nächstes Mal hört ihr...
00:26:39: ...dann gibt es eine ganz spannende Schilderung von Robert Liston, der als sehr geltungssüchtig und rückblickend als gefährlicher Operatörgalt hat siebzehnundvierneunzig bis achtzehundertsiebenvierzig also quasi bis in die Erfindung der Narkose hinein gelebt und der brüstete sich damit, dass er besonders schnell war.
00:26:59: Also er hat das geschafft in weniger als drei Minuten ein ganzes Bein zu amputieren.
00:27:05: allerdings ja war ähnlich sonderlich sorgfältig.
00:27:08: also es gibt die Berichterstattung, dass sie in der Hitze des Gefechtes nicht nur die Gliedmaße seines Patienten abgesägt hat sondern zeitgleich auch seine Hoden aus versehen.
00:27:17: Patient Verlor also somit einen Bein zwei Hoden und zum Schluss noch sein Leben als er dann an Rundbrand erkrankte.
00:27:24: Ach so liebegüter!
00:27:26: Auch als Assistent von dem Chirurgen war man jetzt nicht richtig sicher, weil der das auch geschafft hat zu einem Assistenten in der Hitze des Gefächtes die Finger mit abzuschneiden.
00:27:34: und
00:27:34: ob der ist dann hinterher dran verstorben?
00:27:38: Notaufnahme Die lustigsten Patientengeschichten.
00:27:41: Eine Produktion von PotEva.